Marketing für leise Menschen – Interview

Marketing für leise, hochsensible Menschen. So wird es zum Erfolg!

In einer lauten Welt können Achtsamkeit und Ruhe wahre Wunder wirken. Doch wie passt das mit Marketing zusammen? Überall bekommst Du gesagt, dass Du laut sein musst um aufzufallen: Mache YouTube Videos, zeige Dich regelmäßig in Deiner Instagram Story und einen Podcast solltest Du auch unbedingt haben. Wie aber damit umgehen, wenn man sich selbst zu unsicher für so etwas fühlt? Wir haben mit Meike Cornelius, einem Coach für leise Soulpreneur/innen gesprochen und dabei einiges über das Zusammenspiel zwischen Marketing und Spiritualität lernen können.

Meike Cornelius
Hi Meike! Du unterstützt leise Selbstständige bei den Themen Businessaufbau und Persönlichkeitsentwicklung. Was sind leise Menschen? Was zeichnet sie Deiner Meinung nach aus?

Leise Menschen sind für mich alle, die vom Naturell ungern im Rampenlicht bzw. Mittelpunkt stehen. Die sich weder gern präsentieren und als Unternehmer schwer tun, aktiv zu verkaufen, weil sie sich nicht gut damit fühlen. Das bedeutet wir reden hier von Menschen, die einfach nur schüchtern sind oder aber introvertiert oder hochsensibel – oder von allem ein bisschen.

Leise Menschen haben viele verborgene Stärken. Leider wird leise sein in unserer Gesellschaft oft mit Schwäche gleichgesetzt was überhaupt nicht stimmt, nur weil die Geschäfts- und insbesondere die Marketingwelt schrill und laut ist und derjenige am meisten Aufmerksamkeit erhält, der am lautesten brüllt. Somit tun leise Menschen sich schwer, sich zu zeigen und sichtbar zu werden. Sie stehen einfach ungern im Mittelpunkt und Werbung in eigener Sache ist so ziemlich das Letzte, was sie gern tun. Dabei haben leise Menschen den Vorteil, dass sie meist über eine gute Intuition und hohe Empathie verfügen. D.h. sie können sich gut in ihre Kunden und deren Probleme hineinversetzen. Auch haben die meisten leisen Unternehmer extrem hohe Ansprüche an sich selbst, was zur Folge hat, dass alles was sie im Business umsetzen vorab einer „internen“ Überprüfung unterzogen wird. Sie überlassen nichts dem Zufall.

Du arbeitest mit einer „Prise Spiritualität“ und verbindest Psychologie und Marketing im Markenaufbau. Mit welchen Vorurteilen hast Du zu kämpfen und wie würdest Du stattdessen den Ansatz „Spiritualität im Business“ beschreiben?

Das häufigste Vorurteil ist, dass Spiritualität oft mit Esoterik gleichgesetzt wird. In der Zusammenarbeit mit mir muss niemand seinen Namen tanzen, Räucherstäbchen anzünden oder den ganzen Tag Sphärenmusik hören. Für die meisten widersprechen sich Marketing und Spiritualität. Dabei geht es primär darum, Marketing ganzheitlich zu betrachten. Ganzheitlich im Sinne: ich beginne bei mir als UnternehmerIn mit meinem Mindset und dem, was mich einzigartig macht bis hin zur Gestaltung meiner Onlinepräsenz – ich arbeite mit meinen Kundinnen von innen nach außen. Außen sichtbar machen, was mich innen einzigartig macht. Die einzigartige Positionierung des Angebots.

Von den Vorurteilen, Spiritualität im Business hätte viel mit Namen tanzen und Räucherstäbchen zu tun, haben wir auch schon des Öfteren gehört. Wie kann man stattdessen mehr Spiritualität in den Alltag als Selbstständige bringen und achtsamer mit sich selbst werden?

Spiritualität im Business bedeutet für mich das große Ganze zu sehen, Zusammenhänge zu betrachten und damit auch Ursachen aufzudecken. Sich führen zu lassen und nicht alles und jeden permanent kontrollieren zu wollen sondern den Mut zu haben mit dem Flow zu gehen, seinen Impulsen zu folgen – egal wie komisch und unlogisch sie auf den ersten Blick wirken.

Auf das Business bezogen heißt das für mich primär MEINEN Weg zu gehen, der zu meinem Leben und Alltag passt und nicht so wie er in Seminaren und Co. unbedingt vermittelt wird. Dazu habe ich folgende Tipps für dein Marketing:

a) Habe den Mut zu polarisieren und dich 100% Prozent authentisch und damit auch verletzlich zu zeigen. Sprich auch offen über deine Ängste, Zweifel, Fehlentscheidungen etc. statt nur über Erfolge, neue Kunden, Weiterbildungen etc. Warum? Weil dies Nähe und Glaubwürdigkeit schafft und gleichzeitig die richtigen Kunden anziehst, die ticken wie du und dich verstehen.

b) Mache dich selbst zur obersten Priorität in deinem Business: dein Business – deine Regeln! Soll heißen sorge dafür, dass es dir gutgeht. Denn nur wer Energie hat, kann welche abgeben bzw. teilen. Gönn‘ dir regelmäßige Pausen und Arbeitszeiten, klarer Fokus auf nicht mehr als 3 Aufgaben täglich, folge der Freude und deinen Impulsen, denn so bekommst du Energie. Passe dein Business deinem Leben an, nicht andersherum. 

c) Vergleiche dich nicht und feiere deine noch so kleinen Erfolge. Oft sehen wir nur das, was wir noch nicht erreicht haben statt die Schritte, die wir bereits gegangen sind. Dafür hilft es sich regelmäßig selbst zu reflektieren: Wo stand ich z.B. vor 3 Monaten wo jetzt? Mir hilft auch enorm ein tägliches Dankbarkeitsjournal zu führen. Täglich 3-5 Dinge zu notieren, für die ich dankbar bin. Das können ganz einfache Dinge sein, aber sie helfen ungemein beim Perspektivwechsel vom Mangel in die Fülle. Dann merkt man erst wie viel man eigentlich hat, in welcher Fülle man lebt und sie nicht wahrnimmt.

EIN AUSBLICK

In unserer lauten Welt kann es schwer sein, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht zur Seite zu schauen. Gezielte Übungen können dabei helfen, sich seiner selbst bewusster zu werden. Auch für leise Selbstständige gibt es in der Welt des Marketing eine Bühne und die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Dafür sind die sozialen Medien eben heutzutage auch für geeignet, entgegen der verbreiteten Meinung, es ginge dort nur um Selbstdarstellung.

Danke auch an Meike Cornelius für die spannenden Eindrücke. Hier kommt Ihr zu Ihrer Webseite, wenn Ihr mehr über das Thema Hochsensibilität und Spiritualität im Business erfahren möchtet.

Bis bald
Stephanie & Lina

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